Gastangeln in Thüringen

Tageskarte (24h):      10 €

7 Tageskarte:              40 €

Jahreskarte:               130€

 

Das Gebiet der Herbsleber Teiche liegt 2km östlich von Herbsleben in einer Höhe von 150m über NN. Die nördliche Begrenzung bildet ein Windschutzstreifen auf der Grenze zur Flur von Bad Tennstedt. Als südliche Begrenzung gilt die Unstrut. Das Naturschutzgebiet verdankt seine Entstehung der Nutzung des dort lagernden Kalksandes durch den Menschen. Erstmals wurde dieser Sand Ende des 19.Jh. als Scheuersand und zur Bodenverbesserung der umliegenden Felder verwendet. Ab 1906 begann der kommerzielle Abbau. Ein Teil der ausgebeuteten Gruben wurde wieder mit Muttererde aufgefüllt und somit wieder landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Durch anstehendes Grundwasser, durch das Unstruthochwasser von 1947 sowie dem Einpumpen von Unstrutwasser Mitte der 60er Jahre in die ausgebeuteten Gruben, entstanden zusammenhängende Wasser- und Schilfflächen.Heute besteht das Gebiet aus 12 Teichen, in deren Umgebung eine Oase gewachsen ist, die einen idealen Lebensraum für zahlreiche Sumpf- und Wasservögel bildet. Weil sich dort ehemals heimische Vögel, Insekten und Lurche, die teilweise vom Aussterben bedroht sind, wieder angesiedelt haben, wurde eine Fläche von ca. 100ha als Naturschutzgebiet erklärt.

Nicht nur für Vogelfreunde, sondern auch für Angler ist das Gebiet der Herbsleber Teiche attraktiv. Im Jahre 1955 wurde der Herbsleber Anglerverein gegründet, der sich seitdem um den Erhalt der Fischvielfalt kümmert. Im Jahr 2001 wurden zum Beispiel 30 Zentner Karpfen, 1000 Zander, 400 Forellen und Schleien und 150kg Goldkarauschen gekauft und eingesetzt. Weitere Fische, wie z.B. der Hecht erhalten sich selbst. Insgesamt gibt es ca. 20 Fischarten in allen Teichen. Weiterhin engagiert sich der Anglerverein für den Erhalt des Ökosystems bzw. des Naturschutzgebietes.